M. Öhler, Wien

Die Gestalt des Elija und Johannes' des Täufers


Kurzfassung: Die synoptische Überlieferung stellt Johannes den Täufer als den wiedergekommenen Elija dar, der als Vorläufer und Wegbereiter des Messias Jesus auftritt. Dies beruht nicht auf der damaligen jüdischen Erwartung, die in Berufung auf Mal 3,23f das Kommen Elijas vor dem großen Tag Jahwes erwartete, sondern ist eine Weiterführung dieser Tradition. Dennoch gehört die Identifikation des Täufers mit Elija zur ältesten Überlieferung (Mk 1; Lk 1) und spiegelt wahrscheinlich dessen Selbstverständnis wider: Johannes trat als wiedergekommener Elija auf und erwartete das Kommen Jahwes.

Abstract: The Synoptic identification of John the Baptist with Elijah rests on the development of the tradition in Mal 3,23-24, which shows that Elijah was expected only as the forerunner of God himself during the time of John and Jesus. The identification of John with the eschatological Elijah belongs to the oldest tradition and probably reflects the Baptist's own understanding of himself.

Protokolle zur Bibel 4 (1995) 1-11




Ch. Niemand, Linz

Spuren der Täuferpredigt in Johannes 15,1-11

Motivgeschichtliches zur Weinstockrede

Kurzfassung: Das Motivmaterial der Weinstockrede Joh 15,1-11 zeigt unmittelbare Berührungen mit der Gerichtspredigt des Täufers Johannes in Mt 3,7-10.12 par Lk. Vor dem Hintergrund der Annahme, daß ehemalige Anhänger des Täufers eine wichtige Gruppe im frühen johanneischen Christentum waren, wird diese Parallelität traditionsgeschichtlich ausgewertet: Christlich gewordene Täufersympathisanten brachten in das vierte Evangelium Materialien zur Formierung der Weinstockrede ein.

Abstract: in Vorbereitung

Protokolle zur Bibel 4 (1995) 13-28




A. Felber, Graz

Johannes der Täufer: Repräsentant Israels?

Bemerkungen aus patristischer Sicht

Kurzfassung: Die Väteraussagen orientieren sich an den ntl. Zeugnissen und thematisieren besonders das Verhältnis zu Jesus (Joh 3,30) und zu Elija bzw. den Zweck der Täuferfrage (Mt 11,3). Die Taufe des Johannes und Jesu findet unter dogmatischem Gesichtspunkt Interesse. In der Heilsgeschichte hat Johannes eine Scharnierfunktion.

Abstract: in Vorbereitung

Protokolle zur Bibel 4 (1995) 29-39




M. Unger, Graz

Johannes, der Prophet

Eine Persönlichkeitsskizze

Kurzfassung: Ein prosopographischer theologischer Essay.


Protokolle zur Bibel 4 (1995) 41-47




E. Verhoef, Hollandsche Rading/Niederlande

Numerus, Sekretär und Authentizität der paulinischen Briefe


Kurzfassung: In den letzten Jahren ist der Frage nach dem möglichen Einfluß eines Sekretärs auf den Inhalt der Briefe von Paulus wieder aktuell geworden. Diktierte der Apostel oder hat ein eventueller Schreiber bestimmte Briefe oder Briefabschnitte abgefaßt? Es wurde die These aufgestellt, daß ein Sekretär für die Unterschiede zwischen den unbestritten authentischen und den vielleicht nicht-authentischen Paulus-Briefen verantwortlich zu machen sei. Auf diese Weise wurde sogar die Echtheit der Pastoralbriefe verteidigt.

Abstract: in Vorbereitung

Protokolle zur Bibel 4 (1995) 48-58




P. Arzt/A. Hampel, Salzburg

Tobits Lobgesang

Sprachlicher Schlüssel zu Tob 13,1-14,1

Kurzfassung: Seit 1991 wird am Institut für Ntl. Bibelwissenschaft in Salzburg ein syntaktisch und morphologisch vollständiger sprachlicher Schlüssel zu den Apokryphen des Alten Testaments erarbeitet. Nach Darstellung der Besonderheiten dieses Schlüssels wird als Beispiel Tob 13,1-14,1 geboten.

Abstract: in Vorbereitung

Protokolle zur Bibel 4 (1995) 59-72




M. Hasitschka SJ, Innsbruck

Wegbereiter für den "Stärkeren" - für Gott und den "Menschensohn"

Spezifische Merkmale im Bild von Johannes dem Täufer bei den Synoptikern

Kurzfassung: Johannes der Täufer als Wegbereiter für Gott selbst oder für Jesus - die traditions- und redaktionsgeschichtliche Analyse bringt diese Alternative in eine theologische Zusammenschau.

Abstract: in Vorbereitung

Protokolle zur Bibel 4 (1995) 73-86




K. Huber, Innsbruck

hos peristera

Zu einem Motiv in den Täufererzählungen der Evangelien

Kurzfassung: Die grundsätzliche Offenheit, das Taubenmotiv in den neutestamentlichen Taufberichten adjektivisch als Näherbestimmung des Hl. Geistes oder adverbial als Näherbestimmung seines Herabkommens verstehen zu können, spiegelt sich auch in den neueren Interpretationsversuchen wieder. Im Anschluß an L. E. Keck ist einem adverbialen Verständnis der Wendung hos peristera im Sinne einer 'taubenähnlichen' Bewegung der Vorzug zu geben.

Abstract: in Vorbereitung

Protokolle zur Bibel 4 (1995) 87-101




S. Bucher-Gillmayr, Innsbruck

"... und brachte seinen Kopf auf einem Teller ..."

Das Schicksal des Johannes Mk 6,14-29

Kurzfassung: Die Gefangennahme und Enthauptung Johannes des Täufers (Mk 6) wird in einer mehrfach in sich verschachtelten Erzählung dargeboten. Dabei dient diese komplexe Darstellung zu einem wesentlichen Teil dem Entwurf eines Stimmungsbildes rund um das Auftreten Jesu. Wie sich diese Erzählung entfaltet, wie die Erzählstimme die LeserInnen an den Ereignissen teilhaben läßt, wird mit Hilfe einer semiotisch orientierten Textanalyse aufgezeigt.

Abstract: in Vorbereitung

Protokolle zur Bibel 4 (1995) 103-116




P. Carls, Kiel

Wer sind Syzygos, Euodia und Syntyche in Phil 4,2f?


Kurzfassung: Alternativ zur Auffassung, die Namen Euodia, Syntyche, Syzygos, Klemes Phil 4,2f bezeichneten historische Personen, läßt die Untersuchung plausibel erscheinen, daß diese Namen zu den Motiven des Briefes gehören und nach einer Eigenredaktion durch Paulus als paränetische Allegorien zu interpretieren sind.

Abstract: in Vorbereitung

Protokolle zur Bibel 4 (1995) 117-141


Abonnement- und Einzelbestellungen können im In- und Ausland an jede Buchhandlung oder direkt an den Verlag Österr. Kath. Bibelwerk, Postfach 48, A-3400 Klosterneuburg, gerichtet werden.

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