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Einen Anstoß dazu, sich über weibliche Gottesbilder Gedanken zu machen, soll die Ausstellung "Gott weiblich" geben, die von 8. Mai bis 3. Oktober 2010 im Bamberger Diözesanmuseum gezeigt wird. Die Schau werde veranschaulichen, dass es jenseits von traditionellen Darstellungen Gottes als "älterem Herrn mit langem weißen Bart" bzw. als König, Richter oder Herrscher genügend Ansatzpunkte gibt, "um die Gestalt des Göttlichen auch mit weiblichen Eigenschaften zu assoziieren", heißt es in einer Ankündigung. Die Schau in der oberfränkischen Bischofsstadt werde sich speziell dieser "verborgenen Seite des biblischen Gottes" - so der Untertitel - widmen. 250 Exponate aus einem Zeitraum von mehr als 10.000 Jahren zeichnen die Entwicklung des Gottesbildes nach. Altorientalische Darstellungen zeigen auf, wie über lange kulturgeschichtliche Epochen hinweg weibliche und mütterliche Seiten Gottes neben der männlichen und väterlichen ge-sehen und anerkannt wurden. In den Mariendar-stellungen des Abendlandes finden sich - laut den Gestaltern "wie in einem kulturellen Gedächtnis" - viele Motive der weiblichen Gottheiten wieder. Dies werde in der Ausstellung auch durch neuere Ma-riendarstellungen ergänzt. Maria sei zwar nicht Göttin, betonten die Initiatorinnen Angelika Ernst-Zwosta und Alexandra Bauer, aber sie habe für die Menschen immer auch als weibliche Ergänzung eines männlich dominierten Gottesbildes fungiert und sei ihnen "als Trösterin, Fürbitterin und Beglei-terin besonders nah". Konzipiert wurde die Ausstellung "Gott weib-lich" vom "Bibel+Orient Museum" in Fribourg (Schweiz), zuletzt gezeigt wurde sie in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. 14 Themenbereiche greifen Aspekt auf wie etwa "Das Haar: Inszenierung und Verhüllung", "Segen der Brüste" - die Göttin Aschera", "Fürbitterin", "Himmelskönigin" oder "Göttin und Tiere". Fast zu jedem Thema haben die Initiatorinnen entsprechende Darstellungen aus der neueren Heiligen- und Marienverehrung gefunden. Ein umfangreiches Begleitprogramm soll das Thema in Seelsorge, Pastoral und Bildungsarbeit "übersetzen", wie es hieß. (Infos im Internet unter: www.gott-weiblich-bamberg.de).
Quelle: Kathpress
(red)
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